Voluminöses Haar gilt als ein Schönheitsideal unserer Zeit. Doch was passiert, wenn die Haarpracht sich nach und nach verabschiedet und welche Lösungen gibt es, um Haarausfall zu verhindern?

Wann leidet man unter Haarausfall

Wer pro Tag mehr als 100 Haar verliert, leidet unter Haarausfall. Insbesondere Männer sind oft schon in jungen Jahren von hormonell bedingtem Haarausfall betroffen. In etwa bei jedem Zweiten sterben die Haarwurzeln bereits ab dem 25. Lebensjahr ab. Frauen leiden dagegen besonders häufig in den Wechseljahren unter Haarausfall.

Gründe für den Ausfall von Haaren

Gemeinhin unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Haarausfall. Anlagebedingter, diffuser und kreisrunder Haarausfall gehören zu den häufigsten Formen, jedoch können Entzündungen und äußere Einflüsse ebenso für lichter werdendes Haar sorgen.

Haarausfall beim Mann

Laut dem Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten sind ca. 30 % aller Männer in irgendeiner Form von Haarausfall betroffen [1]Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V. bvz-info.de. [Online] [Zitat vom: 6. Oktober 2021.] https://www.bvz-info.de/Endverbraucher/Haarausfall/Maenner. Handelt es sich bei dem Verlust der Haarpracht um einen anlagebedingten Haarausfall, treten bei Männern meist Geheimratsecken auf, später bilden sich auch an der Stirn und auf dem Hinterkopf kahle Stellen. Neben Stoffwechselstörungen und genetischer Veranlagung gelten eine falsche Ernährung und Stress als die häufigsten Auslöser für Haarausfall und Geheimratsecken. Durch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol wird das Wachstum der Haare langfristig gehemmt und ein dauerhafter Nährstoffmangel kann zur Folge haben, dass der Hormonhaushalt aus der Balance gerät.

Ausfall von Haaren bei Frauen

Erblich bedingter Haarausfall stellt auch bei Frauen die häufigste Ursache für Haarausfall dar. So leiden in etwa 95 % von Haarausfall betroffenen Frauen leiden unter dieser androgenetischen Alopezie. In vielen Fällen reagiert das Haar der Betroffenen besonders empfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Wenn eine verringerte Aktivität des Aromatase-Enzyms vorliegt, kann der Körper das männliche Sexualhormon Testosteron nur noch bedingt in Östrogene umwandeln. In der Folge wirkt sich Testosteron negativ auf die Haarwurzeln aus. Während sich Haarausfall bei Männern meist durch klaffende Geheimratsecken äußert, lichtet sich das Haar bei Frauen oft im vorderen Scheitelbereich. Besonders häufig leiden Frauen während der Pubertät, Schwangerschaft und den Wechseljahren unter Haarausfall.

Haarausfall bekämpfen

Bei der Bekämpfung von Haarausfall ist die richtige Behandlungsmethode entscheidend. Um dem Problem genauer auf den Grund zu gehen, sollten Betroffene zunächst mit einem Dermatologen oder Hausarzt über ihre Probleme sprechen.

Mithilfe eines Trichtogramms kann der Haarwurzelstatus ermittelt werden. Hierbei werden 50 bis 100 Haare aus der Kopfhaut gezupft und unter dem Mikroskop untersucht [2]Elisabeth Mondl, Barbara Bürscher. MINI MED STUDIUM. www.minimed.at. [Online] [Zitat vom: 6. Oktober 2021.] https://www.minimed.at/medizinische-themen/haut/haarwurzelstatus/. In dem Verfahren wird die Relation zwischen Haare, die sich in der Wachstums-, Ruhe- oder Übergangsphase befinden, bestimmt. In der Folge kann der Dermatologe auf Grundlage der Ergebnisse eine geeignete Behandlungsmethode vorschlagen.

Vitalstoffe für gesunde Haare

Stress, Nährstoffmangel und ein ungesunder Lebensstil können die Entstehung von Haarausfall begünstigen. Die gute Nachricht: Wir können die Gesundheit unserer Haare aktiv unterstützen. Wer äußere Einflüsse wie aggressive Styling- oder Haarfärbemittel meidet, tut seinen Haaren in der Regel einen gefallen. Heute wissen wir, dass gesunde Haare Nährstoffe wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Biotin, Zink und Eisen benötigen.

Studien legen nahe, dass Glyzerin helfen kann, die Entstehung von Schuppen einzudämmen und die Kopfhaut nach der Einnahme besser mit Feuchtigkeit versorgt wird. Darüber hinaus schützt Panthenol das Haar vor Styling- und Umweltschäden und Arginin und Natriumlactat dienen als zuverlässige Feuchtigkeitsspender.

Seit vielen Jahren gilt hydriertes Rizinusöl als ein wirksames Mittel für vom Ausfallen bedrohte Haare. Es soll die Haarpracht nicht nur verdichten, sondern Haarausfall nachhaltig eindämmen und vorhandene Schäden effektiv kaschieren.

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Quellen & Verweise

Quellen & Verweise
1 Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V. bvz-info.de. [Online] [Zitat vom: 6. Oktober 2021.] https://www.bvz-info.de/Endverbraucher/Haarausfall/Maenner
2 Elisabeth Mondl, Barbara Bürscher. MINI MED STUDIUM. www.minimed.at. [Online] [Zitat vom: 6. Oktober 2021.] https://www.minimed.at/medizinische-themen/haut/haarwurzelstatus/