Der Granatapfel ist einer der beliebtesten Superfoods überhaupt. Wir erklären, warum dieser Aufstieg auf keinem Zufall basiert und welche ungeahnten Facetten die Frucht mit sich bringt. Außerdem zeigen wir Ihnen leckere Rezepte und wertvolle Tipps zum Öffnen und Entkernen. Viel Spaß auf einer Reise rund um das Thema „Granatapfel“

Worum es in diesem Artikel geht:

  • Die Geschichte hinter dem Granatapfel
  • Der Aufstieg zur „Frucht der Stunde“
  • Der Granatapfel als natürliches Antioxidans
  • Spannende Rezeptideen
  • Nützliche „Granatapfel-Hacks“

Der Granatapfel – eine paradiesische Frucht?

Der Granatapfel, oder auch „punica granatum“ blickt auf eine lange Historie zurück. Demnach wurden Granatäpfel schon vor Jahrtausenden als Grabbeigabe im ägyptischen Raum verwendet. In der griechischen Mythologie steht die Frucht in einer direkten Verbindung zu Hades, dem Herrscher über die Unterwelt. In der Symbolik assoziiert man mit dem Granatapfel hingegen ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit. Manch einer ist sogar davon überzeugt, dass es sich bei der verbotenen Frucht des Baums der Erkenntnis um einen Granatapfel gehandelt hat. Fest steht, dass die „Frucht der Götter“ eine beeindruckende Verbreitung vorweisen kann, aus dem vorderasiatischen Raum bis hin zur weltbekannten Superfrucht.

Der Aufstieg zur „Frucht der Stunde“

Wenn es um „Superfoods“ geht, darf der Granatapfel nicht fehlen. Durch den hohen Vitamin C-Gehalt, wichtige Mineralstoffe und die enthaltenden Bitterstoffe birgt er schon auf den ersten Blick mehrere Vorteile. So kann der Granatapfel bei Verdauungsproblemen helfen und unzähligen Menschen schwören darauf, dass die Frucht fit und jung hält. Doch nur durch diese Eigenschaften ist der kernreiche Apfel noch lange nicht zum Start im Superfood-Bereich avanciert.
Der Granatapfel steckt voller Überraschungen. Aus dem leuchtenden Fruchtfleisch lässt sich ein schmackhafter Saft gewinnen, während man die Kerne mit Salaten oder Desserts kombinieren kann. Aus der Schale wird zudem ein roter Farbstoff gewonnen, der unter anderem für die Färbung bestimmter Teppiche benutzt wird. Ok, das waren jetzt schon einige Vorteile, aber noch keine Erklärung, warum die Frucht seit Jahren einen unvergleichlichen Hype erlebt… Mit einer Eigenschaft hebt sich der Granatapfel von anderen Obstsorten ab: Die Kraft der Polyphenole!

Der Granatapfel als natürliches Antioxidans

Die in dem Granatapfel enthaltenden Polyphenole sollen Krebserkrankungen vorbeugen und bei Prostatabeschwerden helfen. Neue präklinische Studien und wissenschaftliche Perspektiven legen einen direkten Einfluss auf die PSA-Verdoppelungszeit nahe. Aber auch bei anderen Prostataerkrankungen helfen die Polyphenole mit ihren entzündungshemmenden Eigenschaften. So docken diese an den Innenwänden der Prostata an und wirken dort antioxidativ. In der Folge kann eine entzündete Prostata abschwellen und die normale Größe erreichen. Darüber hinaus können die Polyphenole das Immunsystem stimulieren und das Herz-Kreislauf-System unterstützen.
In vielen Ländern genießt der Granatapfel zudem einen Ruf als „Frucht der Liebe“, die sich positiv auf die Libido auswirkt. Kaum eine andere Frucht verfügt über ein vergleichbares Portfolio, das so viele gesundheitsfördernde Merkmale aufweist.

Good to know: Granatapfel richtig öffnen

Damit man nach der Zubereitung eines Granatapfels keine neuen Kleider kaufen muss, sollte man sich an einige Ratschläge beim Öffnen halten:

  1. Positionieren Sie die Frucht auf einem herkömmlichen Küchenbrett
  2. Benutzen Sie ein scharfes Küchenmesser, um den Apfel kreisrund einzuschneiden (einige Millimeter genügen in der Regel)
  3. Im nächsten Schritt können sie den Granatapfel sanft auseinanderziehen, bis Sie zwei Hälften in den Händen halten
  4. Um Spritzer zu vermeiden, greifen Sie am besten zu einer großen Schüssel. Mit einem Löffel aus Edelstahl können Sie die nach unten zeigenden Hälften danach einfach herausklopfen

Spannende Rezeptideen

Granatapfelkerne eignen sich als hervorragende Toppings auf Salaten. Den Variationen sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt. Egal, ob in Kombination mit Avocado, Rotkohl oder herkömmlichen Salaten… Die leckeren Kerne sorgen für das gewisse Etwas. Von daher schmücken viele Köche ihre Desserts mit Granatapfelkernen. Diese verfeinern beispielsweise Ricotta, Waffeln und unzählige Eis-Kreationen.
Der Granatapfel lässt sich jedoch nicht nur mit Desserts oder Vorspeisen kombinieren. Durch die charakteristische Süße passt die Frucht ebenfalls zu vielen Hauptspeisen. So harmonisiert Filet vom Rind optimal mit deftigem Basmati Reis und saftigen Granatapfelkernen. Auch bei Hähnchengerichten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Kleiner Tipp: Immer mehr Cocktail-Rezepte vertrauen auf Granatapfelkernen. Durch den einzigartigen Geschmack geben diese jedem Getränk eine spezielle Note. Viele Sportler schwören zudem auf die Reinversion, puren Granatapfelsaft. Als erfrischendes Kaltgetränk liefert dieses einen unverwechselbaren Geschmack.

Weitere Fakten

Im Schnitt hat ein Granatapfel einen Brennwert von 80 kcal pro 100 g[1]https://fddb.mobi/de/naturprodukt_granatapfel_frisch.html
2-3 Wochen haltbar bei Zimmertemperatur
Granatapfel-Saison in Deutschland von September bis Februar
Der Granatapfel gehört zur Familie der Weiderichgewächse

Fazit

Die exotische Powerfrucht ist ein echtes Allroundtalent, das zurecht auf einer unnachahmlichen Erfolgswelle reitet. Durch die unzähligen Vorteile und den leckeren Geschmack ist das natürliche Oxidans auch in diesem Sommer nicht wegzudenken. Wer nach Lebensmitteln in den Bereichen Anti-Aging, Immunsystem-Support oder Entzündungshemmer sucht, kommt an der paradiesischen Frucht nicht vorbei. Die herbsüßen Nuancen sorgen für ein einzigartiges Geschmackserlebnis, während die Polyphenole das Herzkreislauf-System stimulieren und die Durchblutung fördern. Der Granatapfel ist in der Tat eine „Superfrucht“!

Quellen & Verweise