Chili – scharfes Mittel gegen Schmerzen

Chili ist eine echte Allzweckwaffe, die gegen Rheumabeschwerden, Schuppenflechte und juckende Haut eingesetzt wird. Durch ihren unverkennbaren Geschmack darf die Schote in keiner Küche fehlen. Wir nehmen das Nachtschattengewächs genauer unter die Lupe.

Herkunft der Chili

Die Chili hat ihren Ursprung in Südamerika. Der Name „Chilli“ kommt aus der aztekischen Sprache und er beschreibt eine scharfe, zierliche Paprika. Nach der Entdeckung Amerikas verbreiteten sich die Schoten schnell in ganz Europa. Heute zählen Länder wie Mexiko, Nigeria, Indien, Indonesien und China zu den grössten Anbaugebieten.

Merkmale

Entgegen der verbreiteten Meinung handelt es sich bei „Chili“ eigentlich um eine Beere. Sie gehört zur Gattung der Paprika und ist heutzutage auf dem gesamten Erdball verbreitet. Weltweit existieren über 3000 verschiedene Chili-Sorten. Beim Anbau liegt der Fokus vor allem auf der Schärfe. Die strauchartigen Chili-Pflanzen erreichen eine Höhe von über 2 m. Sie blühen von Juni bis September.

Interessante Fakten

  • 102 kcal[1]https://fddb.mobi/de/cuisine_chili_con_carne_durchschnitt.html pro 100 g
  • Chilis enthalten Vitamin C und Vitamin A
  • 2 g Fett pro 100 g
  • Synonym: „Spanischer Pfeffer“
  • Mineralstoffe: u. a. Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Salz

Der gesundheitliche Nutzen von Chili

Chilis enthalten Capsaicin, der für eine Reduzierung des Schmerzempfindens sorgen kann. Zudem soll Capsaicin zur Förderung der Darmgesundheit beitragen und bei der Gewichtsabnahme helfen. Neue Studien[2]https://www.sciencedaily.com/releases/2015/04/150423085442.htm heben einen positiven Einfluss von Capsaicin in Bezug auf die Gesundheit der Leber hervor.

Wer unter Ischias oder chronischen Rückenschmerzen leidet, dem dürften „ABC-Pflaster“ wohlbekannt sein. Hierbei verwendet man die Schärfe der Chilischote gegen die hartnäckigen Schmerzen. Die Inhalte der Chili regen den Stoffwechsel an fördern die Durchblutung durch die Erwärmung der Haut.

Exkurs zur Schärfe der Chilis

Bei Chili kommt es auf die Schärfe an und diese wird auf der Scoville-Skala gemessen. Die Richtwerttabelle wurden zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts entwickelt, um verschiedene Schärfegrade zu bestimmen. Laut einem Bericht von miomente.de[3]https://www.miomente.de/entdeckermagazin/scoville-die-schaerfeskala/ handelt es sich bei der Carolina Reaper um die schärfste Chili der Welt. Diese erreicht auf der Scoville-Skala einen Wert von 2,2 Mio. Skoville. Zum Vergleich: Eine Gemüsepaprika hat in etwa 10 Scoville, reines Capsaicin dagegen fast 15 Mio. Scoville.

Chilis in der Küche

Für echte Schärfe-Fans darf der Cayennepfeffer in der Küche nicht fehlen. Je schärfer, desto besser…Allerdings gibt es auch Chili mit moderater Schärfe. Der richtige Schärfegrad wird individuell bestimmt. Anbei zeigen wir einige Rezepte, mit denen Sie sich an das Thema herantasten können:

  • Der Klassiker aus Mexiko: Chili con Carne
  • Chili-Ente aus dem Wok
  • Rotes Linsen-Chili
  • Sweet Chili Hähnchenspiesse
  • Selbstgemachte Chili Cheeseburger

Wissenswertes

Viele Experten attestieren den scharfen Schoten, dass sie die Libido steigern. Eigentlich logisch, wenn man bedenkt, dass Capsaicin die Durchblutung ankurbelt. Darüber hinaus wirkt Capsaicin antibakteriell und Chili-Produkte bleiben länger haltbar. Ein weiterer Vorteil liegt in der Ausschüttung von Endorphinen. Trotzdem sollte man es mit der Schärfe nicht übertreiben, da dies ernsthafte Risiken für die Gesundheit birgt. Schweissausbrüche und Hitzeattacken sind Warnsignale des Körpers. Bei Kindern gilt besondere Vorsicht, da diese in der Regel sensibler auf Schärfe reagieren.

Bekannte Chili-Sorten

  • Cayenne
  • Chipotle
  • De Arbol
  • Habanero
  • Pimenton de la Vera