Millionen Frauen sehen sich in den Wechseljahren mit starken Hitzewallungen, Schlafstörungen und Zwischenblutungen konfrontiert. Wenn der Puls in die Höhe schießt und der Schweiß in Strömen am Körper herunterläuft, fühlen sich Betroffene oft erschöpft und ausgelaugt. Doch was genau steckt hinter den Symptomen?

Die 4 Phasen der Wechseljahre

Als Wechseljahre oder auch Klimakterium werden die Jahre vor und nach der letzten Periode bezeichnet. Diese Phase geht mit einer hormonellen Veränderung einher, da die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone produzieren. Generell spricht man von den folgenden 4 Phasen:

  • Prämenopause: Die Prämenopause kennzeichnet den Start der Wechseljahre (oftmals zwischen 44 und 51 Jahren). In vielen Fällen lässt sich der Beginn der Wechseljahre nicht an der Menstruation erkennen, da die Blutungen oft wie gewohnt auftreten. Jedoch können sich bereits in die Phase erste Symptome bemerkbar machen, da die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron sinkt. In der Folge ist es möglich, dass die Monatsblutungen unregelmäßiger auftreten.
  • Perimenopause: Die Perimenopause bezeichnet den Zeitraum kurz vor dem Ausbleiben der Periode. Bei vielen Frauen tritt diese Phase im Durchschnitt mit 47 Jahren und dauert in der Regel ca. 4 Jahre. Die Perimenopause äußert sich häufig durch anhaltende Menstruationsstörungen, während der Eisprung nur noch selten auftritt. Die Eierstöcke produzieren im Zuge der Perimenopause deutlich weniger Hormone. Neben unregelmäßigen Regelzyklen leiden Frauen während der Perimenopause häufig unter Hitzewallungen, Schlafstörungen und Erschöpfungszuständen, allerdings können die Symptome individuell mitunter stark variieren.
  • Menopause: Die Menopause startet mit dem Zeitpunkt der letzten Menstruation. Ab diesem Zeitpunkt ist die Frau unfruchtbar, Eisprünge kommen nicht mehr vor. Zu den typischen Beschwerden in der Menopause zählen Hitzewallungen, Trockenheit der Scheide, unregelmäßige Blutungen, Unruhe und Stimmungsschwankungen.
  • Postmenopause: Die Postmenopause kennzeichnet die letzte Phase der Wechseljahre. Nun produzieren die Eierstöcke kein Östrogen mehr, jedoch gerät der Hormonspiegel allmählich wieder ins Gleichgewicht und Symptome wie Hitzewallungen treten schwächer auf.

Wechseljahre: Was können Frauen gegen die Beschwerden tun?

Unzählige Frauen leiden in der zweiten Lebenshälfte unter den Beschwerden der Wechseljahre. Diese beeinträchtigen in vielen Fällen nicht nur den Körper, sondern ebenso die mentale Verfassung. Wie zeigen Ihnen nützliche Tipps, um die Symptome des Klimakteriums abzuschwächen.

Hitzewallungen

Hitzewallung zählen zu den häufig auftretenden Symptomen während der Wechseljahre. Der Zeitraum dieser „Schübe“ kann dabei individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Während manche Frauen „nur“ für wenige Sekunden unter den unangenehmen Wallungen leiden, kämpfen andere oft minutenlang mit den Symptomen. Immer wieder machen Experten darauf aufmerksam, dass bestimmte Lebensmittel, die Intensität von Hitzewallungen stark beeinflussen können. Demnach sollten betroffene Frauen ihren Kaffeekonsum beobachten, da Koffein Hitzeschübe auslösen kann. Ähnliches gilt für scharf gewürzten Speisen, Nikotin und Alkohol. Behalten Sie zudem ihren Zuckerkonsum im Auge. 

Übergewicht

Da der Körper aufgrund der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren meist weniger Kalorien verbrennt, neigen viele Frauen gerade in dieser Phase zu Übergewicht. In der Folge belastet die Veränderung oft auch die mentale Gesundheit. Sport hat einen positiven Effekt auf Körper und Gemüt. Wer sich in seinem Körper wohl fühlt, ist zufriedener und schöpft daraus Energie. Durch Ausdauersport wie Nordic Walking und Schwimmen verbrennt der Körper überschüssigen Pfunde und zeitgleich wird das Herz-Kreislauf-System effektiv unterstützt. 

Schlafstörungen

Neben Hitzewallungen und Übergewicht gehören Schlafstörungen zu den häufigsten Symptomen in den Wechseljahren. Durch die veränderte Hormonaktivität können viele Frauen in den Wechseljahren schlechter einschlafen, andere wachen hingegen nachts schweißgebadet auf.  Darüber hinaus kann sich die fallende Östrogenproduktion direkt auf das mentale Wohlbefinden auswirken. Stimmungsschwankungen, Unruhe und Nervosität belasten betroffene Frauen oft über längere Zeiträume. Die Vermeidung von Giftstoffen wie Alkohol und Nikotin kann die Schlafqualität positiv beeinflussen. Zudem raten Experten dazu, die Schlafräume in regelmäßigen Abständen zu lüften. Gemeinhin gilt eine Raumtemperatur von ca. 18 °C als optimal.

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